Wirtschaft | Landwirtschaft

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Farmer protestieren in Brasília gegen „Roten April" der Landlosenbewegung MST

Von Terra Brasil | 28. April 2010

Farmer aus ganz Brasilien demonstrierten gestern in Brasília für den Frieden auf dem Land. Die Produktoren forderten einen Nationalen Plan zur Bekämpfung der Invasionen von Farmen, eine der Formen, mit der die Landlosenbewegung MST für eine weitreichende Bodenreform kämpft. Der Vorschlag wurde am 13. April von der Senatorin und Vorsitzenden der Konföderation für Land- und Viehwirtschaft (CNA), Kátia Abreu, an das Justizministerium geschickt. Die Aktion richtet sich gegen den sogenannten „Roten April“, die Demonstrationen der Landlosen, die traditionell jedes Jahr im April stattfinden, um an die 19 Landarbeiter zu erinnern, die am 17. April 1996 in Eldorado do Carajás im nordbrasilianischen Bundesstaat Pará bei einer Protestveranstaltung von der Militärpolizei getötet wurden. Bei der diesjährigen Kampagne wurde der Sitz der Incra, des Nationalen Instituts zur Kolonisierung und Agrarreform, in Brasília besetzt sowie die Institute in São Paulo, Rio de Janeiro, Pará, Piauí und Paraíba. Daneben wurden 25 Farmen in Pernambuco, 15 in Bahia, 11 in São Paulo, 5 in Paraíba, 4 in Sergipe, 2 in Alagoas, 2 in Ceará und jeweils eine in den Bundesstaaten Rio Grande do Sul, Santa Catarina, Minas Gerais und Mato Grosso do Sul besetzt. In letzter Zeit sah sich die MST allerdings zunehmender Kritik ausgesetzt. So kostete sie die gewaltsame Zerstörung einer Orangenplantage im Bundesstaat São Paulo im vergangenen Jahr viel öffentliche Sympathien. Laut der Vorsitzenden der CNA würden die Besetzungen der Farmen nicht nur die Landbesitzer schädigen, sondern alle Brasilianer. Allein in Mato Grosso sei ein Gebiet von der Größe des Bundesstaates Sergipe von den Landlosen besetzt, was den Staat jährlich R$ 850 Millionen, umgerechnet rund Euro 370 Millionen, koste.

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