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Natur & Umwelt | Natur & Umwelt allgemeinBrasiliens Bauern haben bis 2011 Zeit, Schutzgebiete abzusteckenVon Annette Runge | 15. Dezember 2009 Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva unterschrieb gestern ein Dekret, das den Bauern bis Juni 2011 Aufschub gewährt, die gesetzlich geforderten Schutzgebiete auf ihrem Grund abzustecken. Ab heute sollte jeder Landbesitzer Strafe zahlen, der nicht den folgenden gesetzlich festgelegten jeweiligen Prozentsatz seines Grundes unter Schutz stellt: 80% der Landgüter in Amazonien, 35% der zum Biom des Cerrado gehörenden Grundstücke in Amazonien und 20% der Landgüter in den restlichen Regionens Brasiliens. Lulas Dekret kommt den Forderungen der Landbesitzer jedoch nur in diesem Punkt entgegen, während er ansonsten sich bemühte, die Interessen der Umweltschützer und die des Agrobusiness gleichzeitig zu berücksichtigen. Die Bauern dagegen wollten den Zwang, Teile ihrer Grundstücke unter Naturschutz zu stellen und nur zur nachhaltigen Nutzung zuzulassen, einfach abschaffen, sowie die Bestrafung derjenigen, die bereits alles abgeholzt haben. Laut Umweltminister Carlos Minc verstiessen 90% der Landbesitzer gegen das Gesetz und hätten nun Zeit und Mittel, sich an die Bestimmungen anzupassen. Besitzer von Ländereien bis zu 150 Hektar Grösse bekommen nach den neuen Richtlinien die Markierung von der Regierung bezahlt. Auch muss die Aufzeichnung der Grundstücke nicht mehr per Satellit erfolgen, was hohe Kosten verursachte, sondern kann jetzt per GPS vorgenommen werden. Die Legalisierung von Kleinbauern wird ausserdem durch technische Hilfe und Umwelterziehung unterstützt. Sie erhalten Zahlungen und sogar Setzlinge heimischer Baumarten, um bereits entwaldete Flächen wieder aufzuforsten. Damit würde die Einhaltung des Gesetzes der Umwelt zuliebe erleichtert werden.
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