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Wissenschaft & ForschungEinleitung Wissenschaft und ForschungVon Wolfram Tetzner | 01. Januar 2008 Der Aktionsplan „Wissenschaft, Technologie und Innovation für die nationale Entwicklung“ für die Jahre 2007 bis 2010 des brasilianischen Ministeriums für Wissenschaft und Technologie gibt guten Aufschluss über die derzeit und zukünftig mit Priorität zu behandelnden Forschungsgebiete. Dieser Plan stellt eine wichtige Basis für das im Januar 2007 aufgelegte umfangreiche Programm für ein beschleunigtes Wachstum“ - im portugiesischen Kürzel PAC – der Regierung Lula dar. Dieses Programm hat zur Zielsetzung, Investitionen in den Bereichen Infrastruktur, Maschinen und Ausrüstung zu stimulieren, um mittel- und langfristig nachhaltig höhere Raten bei Einkommen und Beschäftigung zu schaffen. Im Aktionsplan des Ministeriums finden sich Nano- und Biotechnologie als Schlüsseltechnologien; Informations- und Kommunikationstechnologie; Medizinische Forschung; Biokraftstoffe; Elektrische Energie, Wasserstofftechnologie und erneuerbare Energien; Erdöl, Erdgas und Kohle; Agrarforschung; Biodiversität und Naturrohstoffe; Amazonas und Halbdürregebiete; Meteorologie und klimatische Änderungen; Raumfahrtprogramm; Nuklearprogramm sowie nationale Verteidigung und öffentliche Sicherheit. All diese Forschung findet an bundes- und landesstaatlichen, zahlreichen privaten Universitäten sowie an zentralen, speziellen Forschungsinstitutionen statt. Die Anzahl der jährlichen Masterabschlüsse stieg von 1987 bis 1997 von ca. 4.000 auf ca. 10.000 an, seitdem war der Anstieg steiler bis zu 32.000 Abschlüssen in 2006. Bei den Doktoren verläuft die Kurve kontinuierlicher von lediglich ca. 1.000 verliehenen Titeln im Jahre 1987 bis zum erstmaligen Erreichen von ca. 10.000 in 2007. Zum Vergleich: In Deutschland befinden sich in etwa 60.000 Studierende im Promotionsstudium, Experten schätzen jedoch, dass nur die Hälfte zum Abschluss gelangt. Das wären dann bei nur knapp 44% der Bevölkerung Brasiliens immer noch dreimal soviele Doktorentitel.
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